8 Tipps für Roadtrips mit Kleinkindern

Elternzeit Reise in Mexiko und Costa Rica die Richtige oder falsche Entscheidung? Zwischenstand

Ganz ehrlich; ob es die richtige Entscheidung war mit einem Baby und einem Kleinkind nach Costa Rica und Mexiko zu reisen haben wir uns  besonders in den ersten Tagen in Costa Rica öfter gefragt. Warum hat uns vorher niemand gesagt, dass das Alter zwischen 2 und 3 mit das Anstrengenste ist und die Trotzphase in ihrer Blüte steht. “Nein, doch!”
Viele Situationen zehren schon deutlich an den Nerven. Es ist halt kein Abenteuerurlaub mehr. Es ist Elternzeit! Und wir sind extrem dankbar, dass wir so viel Zeit zusammen als Familie genießen können. Keine Ablenkung von Arbeit, Garten, Haus oder sonstigen Verpflichtungen. Und dass dann auch noch an so unglaublich schönen Orten in der Natur bei tropischem Wetter.
Wir müssen aber zugeben, dass wir uns manche Sachen einfacher vorgestellt haben. Natürlich kommt es auch auf die Art der Reise an. Mexiko und Costa Rica sind beides unglaublich schöne und sehenswert Reiseziele. In beiden kann man All in Urlaub, Strandurlaub, Roadtrip und Backpacking machen. Wir hatten ja schon gewusst und gesagt, dass der Schwierigkeitsgrad zunehmen wird. Erst eine Woche All Inn in Cancun, dann eine Woche Apartment mit Frühstück auf Holbox und danach der Roadtrip durch Costa Rica.

Die ersten zwei Wochen waren auch genau richtig und wichtig um uns an die Zeitumstellung, das Klima und auch einige neue Rituale zu gewöhnen. Neben Jetlag war die Hauptschwierigkeit das regelmäßige eincremen mit Sonnencreme und Mückenschutz.
Der Roadtrip ist jetzt aber noch mal eine ganz andere Herausforderungen. Das gewöhnen an wechselnde Unterkünfte und die vielen, wechselnden Erfahrungen und Eindrücke bringen so viele Reize mit sich, die erstmal verarbeitet werden müssen. Und leider sind unsere Kinder keine Autofahr-Fans und schlafen nur sehr schwer im Auto ein.

Dennoch gibt es einige Sachen die einem das Reisen mit Baby und Kleinkind erheblich erleichtern können. Hier unsere Wichtigsten Tipps und Erfahrungen:

1. Schaffe Routinen

Auch wenn sich die Umgebung immer ändert, auch wenn das Frühstück mal Buffet ist, mal serviert oder selbst zubereitet. Rituale helfen und geben Sicherheit. Bei uns ist die Stimmung zum Beispiel für den ganzen Tag viel besser, wenn Papa und Mama zusammen aufstehen, wir mit Luca noch eine Runde kuscheln und uns direkt im Bett eincremen. Das eincremen klappt dann wesentlich besser, als wenn er sich schon in einer anderen Sache vertieft hat und dann dort herausgerissen wird.

2. Nimm dir Zeit

Zeitdruck erhöht den Stress ungemein. Gönn dir und deinen Kindern auch mal “Auszeiten” Ohne Reisprogramm. Einfach Spielzeit. Wir haben zum Beispiel seine zwei Lieblingsspielzeugautos und noch ein paar Sachen mitgenommen und hier einen Kleinen Fußball gekauft. Die Kinder brauchen auch Zeit einfach mal spielen zu können und Kind sein zu können. Luca ist total begeistert von der Tierwelt und mag auch den Strand und Pool, aber man merkt auch deutlich wie wichtig es ist sich auch “normal spielend” zu beschäftigen. So machen wir zum Beispiel vormittags eine Wanderung und spielen Nachmittags auch mal mit ihm in der Unterkunft oder im Garten oder einem Spielplatz. Oder auch mal einen ganzen Tag in der Unterkunft. Dafür braucht man natürlich Zeit, womit wir beim nächsten Punkt, der Reiseplanung, wären;


3. Weniger Stopps sind mehr

Bei der Planung der Reiseroute haben wir ungefähr so geplant: den An und Abreisetag planen wir nicht mit ein. Wenn da etwas Programm klappt, dann klappt es, wenn nicht, dann halt nicht. Die Fahrt kann schon anstrengend genug sein. Damit brauchen wir mindestens zwei Nächte an jedem Stop. Dann ein Tag Programm und einen Tag frei, so sind wir schon bei mindestens 4 Übernachtungen. Natürlich sieht man dann vielleicht nicht sooo viel, wie man als Pärchen oder Single gesehen hätten, aber man hat auch Zeit sich richtig einzuleben und nimmt die Kultur und das Leben vor Ort viel intensive auf, als wenn man von einem Sightseeingspot zum nächsten hetzt.

4. Keine zu langen Etappen

Je nachdem wie eure Kinder Auto fahren mögen oder auch nicht, empfehlen wir euch keine Zu langen Etappen zu planen. In Costa Rica sind 3,5 Stunden das Maximum und wir haben auch einige Etappen von nur 1 bis 2,5 Stunden. 2 bis 3 Stunden sind für uns ein guter Kompromiss. Wenn Luca einschläft, dann schläft er meistens 1,5 bis 2 Stunden und Cathaleya im Auto meist nicht mehr als eine Stunde. Dann ist die Fahrt super und angenehm. Und wenn nicht, dann können 3 Stunden ganz schön anstrengend werden, weil dann eigentlich immer einer von uns hinten sitzen muss und beide Kinder gleichzeitig bespassen muss. Da können 3 Stunden ganz schön anstrengend werden.  Nachts zu fahren, ist für uns keine Option,  weil einerseits die  Straßen von Schlaglöchern übersät sind und zum anderen der Schlaf ja irgendwann nachgeholt werden müsste. Sonst geht das auch auf die Nerven und da unser Großer in seiner Trotzphase so viel Aufmerksamkeit benötigt, ist es sehr schwer sich um beide Kinder zu kümmern, während sich der Andere ausruht

5. Die richtige Unterkunft

Natürlich ist das eine Budgetfrage. Wir haben eigentlich immer mit das günstigste genommen, was bestimmte Kiterien erfüllt und sind damit bislang immer super gefahren.  1. Klimaanlage. Für uns ein muss( außer in den Bergen, wo es eh kühler ist). Als Erwachsener könnte auch ein Ventilator reichen, weil man ja meistens eh den ganzen Tag unterwegs ist. Aber wir bereits geschrieben wollen wir ja auch mal Pausen einbauen oder auch einen Mittagsschlaf machen. Um sich da mal wieder abzukühlen und herunterzukommen ist eine Klimaanlage ein Must have. 2. Ausstattung mindestens mit Frühstück, Kühlschrank oder Küche. Um auch zwischendurch schnell mal Nudeln zu machen oder eine Frucht aufzuschneiden. 3. Platz zum Aufhalten, spielen. Entweder im Zimmer, Garten oder der Anlage.


6. Jetlag

Damit hatten wir uns erst gar nicht beschäftigt, als es dann aber soweit war und nach dem ich den ersten Tag um 4 Uhr aufgestanden bin, haben wir im Internet eine Methode gefunden, die bei uns ganz gut geklappt hat: Der innere Kuckuck. Dabei erklärt man dem Kind, dass der innere Kuckuck durch die Zeitverschiebung ganz durcheinander ist und nicht weiß ob er schlafen soll oder nicht. Und dabei können wir ihm ja gemeinsam helfen, weil wir sehen, ob es dunkel ist, oder nicht. Und um ihm zu helfen machen wir die Augen zu und schlafen, damit sich der innere Kuckuck an die neue Zeit gewöhnen kann. Die Übertragung auf den inneren Kuckuck hat bei Luca gut geklappt. Er sagte dann sogar „ Kuckuxk müde, wollte aber nicht zugeben, dass er müde ist😊“

7. Der siebte Punkt ist der Wichtigste: immer eine positive Einstellung behalten

Vieles ist anders als zu Hause und damit muss man erstmal umgehen können. Und eines ist sicher: Es läuft auf jeden Fall nicht alles nach Plan. Und da ist das A und O ruhig, gelassen und fröhlich zu bleiben. Anspannung von den Eltern überträgt sich sonst direkt auf die Kinder und die Negativ-Spirale ist angestoßen. Das Gute daran ist, dass es umgekehrt genauso ist. Gute Laune kann anstecken. Ein gutes Beispiel ist bei uns zum Beispiel, wenn wir über die schotterpisten oder teilweise mit Schlaglöchern übersäten Straßen fahren. Und das Auto wackelt wirklich unangenehm hin und her. Luca hat zu Beginn geschrien und sich aufgeregt, sobald es im Auto dolle gewackelt hat und schrie: Stop! Anhalten! Aufhören. Bis zu dem Zeitpunkt an dem wir angefangen haben uns über die Buckelpiste zu freuen und jedes Wackeln gefeiert haben. Das hat sich auf ihn übertragen und seitdem freut er sich auch über das Wackeln im Auto😊

Das sind so die wichtigsten Sachen, die uns helfen. Natürlich ist jedes Kind unterschiedlich. Welche Erfahrungen habt ihr gemacht und welche Tipps habt ihr noch dazu?

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